Mehrstöckige Parkplatz

Öffentliche Objekte
Standort
Rybnik
Architektur
ERBUD
Konstruktionsprojekt
2018
Bauherr
Miasto Rybnik

Das Konstruktionsprojekt des mehrstöckige Parkplatzes betraf ein Bauvorhaben, das den Bau eines Parkhauses für Personenkraftwagen auf Pfahlgründung beinhaltete. Das geplante Parkhaus bietet 460 Parkplätze, verteilt auf 5 Ebenen, die durch eine schraubenförmige Rampe verbunden werden. Das Parkhaus bietet auch die Möglichkeit, auf dem Dach zu parken, Elektroautos aufzuladen und ist frei von jeglichen architektonischen Barrieren. Die Kommunikation innerhalb des gesamten Parkbereichs ist sehr frei und behindertengerecht gestaltet. Das Haupttragwerk des Parkhauses besteht aus Verbundwerkstoffen und ist aus vorgefertigtem Stahl- und Stahlbetonelementen konstruiert. Jedes Geschoss des Parkhauses ist eine einschiffige, räumliche Halle, die auf drei Säulenreihen mit einer Reihe von innerer Säulen basiert.

Im Rahmen dieses Projekts wurde eine begrenzte ausführende Konstruktionsdokumentation entwickelt. Der Konstruktionsentwurf des Parkhauses umfasste lediglich Analysen und numerische Berechnungen von monolithischen Stahlbeton-, Stahl- und Mauerwerkskonstruktionen. Tiefgründungs- und vorgefertigte Stahlbetonelemente blieben außerhalb des Projektsbereiches.

Beschreibung der Konstruktionselemente:

    Mit Hilfe von 3D-Software wurde ein detailliertes numerisches Modell in Autodesk®: ROBOT™ Structural Analysis Professional® entwickelt, auf dessen Grundlage eine Reihe von Berechnungen und Analysen durchgeführt wurden. Basierend auf den erzielten Ergebnissen wurden detaillierte Schalungs- und Bewehrungszeichnungen von monolithischen Stahlbetonelementen sowie Werkstattzeichnungen von Stahlbauelementen angefertigt. Zusätzliche Berechnungen für Mauerwerkskonstruktionen wurden mit dem Specbud®-Paket durchgeführt. Einzelne Bauteilzeichnungen wurden unter Verwendung von 3D-Modellen in Autodesk®-Software: AutoCAD Advance Concrete bzw. Advance Steel erstellt.

    Gründung:

    Die Fundamente wurden in Form von Kopfplatten auf Pfählen entworfen. Die Pfahlkopfplatten sind als Fundamentfüße für Säulen, Stahlbetonplatten, Kommunikationsschächte und Rampen konstruiert. Die verschiedenen Fundamentierungsebenen variieren in Abhängigkeit von den Betriebsverhältnisse der Konstruktion und übertragenen Lasten. Platten und Einzelfundamente sind aus Beton der Klasse C30/37, mit A-IIIN-Stahl (B500SP) bewehrt. Die Mindestbetondeckung für die untere und obere Bewehrung beträgt 50 mm. Unter allen Fundamenten wurde ein 10 cm dicke, Sauberkeitsschicht aus Magerbeton der Klasse C12/15 entworfen. Darüber hinaus wurden alle Fundamentoberflächen mit einer Isolierung gegen Wasser isoliert, die gegen aggressives Grundwasser beständig ist. Die Gründungspfähle gingen über den Rahmen dieses Projektes hinaus.

    Säulen:

    Um die entworfene Rampe herum sind Stahlbetonstützen mit einem Querschnitt von 40×40 cm geplant. Die Stützen sind mit Beton der Klasse C30/37 entworfen und mit Stahl A-IIIN verstärkt. Alle Stützen werden mit der Feuerwiderstandsklasse R30 bemessen, die durch die erforderliche Mindestbetondeckung von 35 mm sichergestellt wurde. Die Säulen sind so konstruiert, dass sie eine außergewöhnliche Last aus dem Aufprall des Fahrzeuges übertragen können.

    Stahlbetonträger:

    Das Konstruktionsprojekt des Parkplatzes umfasste den Entwurf von Stahlbeton-Tragschwellen an der Basis und Randbalken um die Rampe. Träger aus C30 / 37-Beton, verstärkt mit A-IIIN-Stahlstäbe (B500SP). Tragschwellen mit einem Querschnitt von 40 × 60 cm, während Randbalken als Balken mit krummlinigem Verlauf und verschiedenen Abmessungen ausgeführt sind. Feuerwiderstand von Trägern R30 wurde durch die erforderliche Mindestbetondeckung von 30 mm sichergestellt.

    Stahlträger:

    Stahlträger wurden entworfen, um die vorgefertigten Platten zu tragen. Die Träger werden in Form von geschweißten Blechträgern hergestellt, die auf Stahlkonsolen aus Stahl S355JR an Stahlbetonstützen befestigt sind. Träger wurde zur Übertragung von Montagelasten entworfen, dadurch keine Unterstützung notwendig ist.

    Wände:

    Die Wände des ovalen Schachts im mittleren Teil der Eingangsrampe wurden auf einer Fundamentplatte aufgelegt. Die Wände sind in Beton der Klasse C30/37, 30 cm dick und mit einem Feuerwiderstand von REI60 ausgeführt. Die Wände wurden mit Bewehrungsstäben aus A-IIIN (B500SP) Stahl bewehrt.

    Decken:

    Die 30 cm dicken Stahlbetonrampenplatten wurden entworfen, während innerhalb des ovalen Schachts 22 cm dicke Stahlbetonplatten auf den Etagen 1 bis 4 und 25 cm dicke Platten auf Etage 5 entworfen wurden. Platten aus Beton der Klasse C30/37 und verstärkt mit Stahl A-IIIN B500SP. Rampenplatten werden mit der Feuerwiderstandsklasse REI30 bemessen, die durch die Mindestbetondeckung sichergestellt wird. Die kreuzweise bewehrte Platten sind auf Wänden und Stahlbetonbalken aufgelegt. Die Wasserabdichtung wurde für den Teil der Platte entwickelt, der mit dem Boden in Kontakt steht.

    Es wurde eine Aufbetonschicht in verschiedenen Dicken ausgeführt. Die Dicke der Schicht auf den Parkplatten wurde mit 12 alle 10 cm angenommen und hing von der Krümmung der umgekehrten Durchbiegung der Platten ab. Auf den Rampenplatten wurde eine 7 cm dicke Schicht verwendet. Das Projekt spezifizierte spezielle Parameter der Aufbetonschicht, z. B: Expositionsklasse – XC4,XD3, XF4, Betonklasse – C35/45, w/z-Wert: 0,4, Wasserdichtheitsklasse: W8, Frostbeständigkeitsklasse: F150. Die Verwendung von Arbeitsfugen nach der Ausführung eines Feldes von maximal 16×16 m wurde angenommen. Der Aufbeton auf den Platten des Parkplatzes ist mit Betonstahlmatten und auf die Rampenplatten mit 1,5 kg/m3 Bewehrung aus Polymerfasern verstärkt.

    Dehnungsfugen:

    Es ist geplant, Dehnungsfugen 30 mm tief an den Parkplatten und 20 mm an den Rampenplatten auszuführen. Der maximale Fugenabstand von 5,5×5,5m und das Ausfüllen der Fugen mit Dehnungsschnur und Dehnungsfugenmasse zur Verwendung unter äußeren, thermo- und chemoresistenten Bedingungen wurde angenommen. Es wurde empfohlen, die Oberflächen der Aufbetonschichten mit Oberflächenhärtungsmitteln zu verschmieren, um die Oberflächenabdichtung des Betons zu gewährleisten. Die Dehnungsfugen sind wasserdicht geschützt, widerstandsfähig gegen äußere Einflüsse und für Pkw-Lasten gesichert.

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