Pflegeheim für ältere Menschen

Öffentliche Objekte
Standort
Dąbrowa Górnicza
Architektur
jamjam
Konstruktionsprojekt
2016-2017
Bauherr
Zgromadzenie Sióstr Męki Pana Naszego Jezusa Chrystusa

Das Konstruktionsprojekt des Pflegeheims für altäre Menschen beinhaltete den Umbau des bestehenden Pflegeheims der Passionsschwestern in Strzemieszyce Wielkie sowie die Anpassung an die aktuellen Brandschutzbestimmungen und den Ausbau des bestehenden Teils. Für das bestehende 5-stöckige Objekt, das aus zwei voneinander getrennten Segmenten besteht, wurden ein 3-Segment-Neubau und eine Kapelle entworfen. Der neu gestaltete Teil umfasst Räume und Funktionen, die den bestehenden Teil ergänzen. Bestehende Gebäude wurden mit dem Neubau durch eine monolithische Gebäudebrücke mit einem Balken-Stützen-System verbunden. Die Gebäude, aus denen sich der ausgebaute Teil zusammensetzt, wurden in einer monolithisch-vorgefertigten Stahlbetonkonstruktion entworfen.

Als Teil dieser Realisierung wurden ein Bau- und Ausführungsprojekt der Konstruktion und ein Fertigungsprojekt für vorgefertigte Elementen entwickelt. In Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro jamjam, das das Ausbaukonzept und den Architekturentwurf vorbereitete, wurden detaillierte Analysen der Möglichkeit einer Verwendung von Fertigbauteilen und eine vollständige Projektdokumentation der Konstruktion erstellt. Auf der Grundlage der durchgeführten Analysen wurde ein Bau- und Ausführungsentwurf entwickelt, gefolgt vom Fertigungsprojekt der einzelnen Konstruktionselemente, das für die Ausführung der Betonfertigteile in Fertigteilwerken erforderlich ist. Nach Abschluss der Entwurfsarbeiten unterstützte das figura. team die Bauunternehmer während der Bauphase, beantwortete alle Fragen und tauschte ihre Erfahrungen aus und gab wertvolle Hinweise für die Montage vorgefertigter Elemente.

Beschreibung der Konstruktionselemente:

    Das Konstruktionsprojekt des Pflegeheims für ältere Menschen erforderte eine Reihe von Entwurfs- und Berechnungsanalysen. Mit Hilfe von 2D- und 3D-Software wurden Berechnungsmodelle erstellt, auf deren Grundlage detaillierte Ausführungszeichnungen der entworfenen Konstruktionselemente erstellt wurden. Neben Schalungs- und Bewehrungszeichnungen der Stahlbetonelemente wurden auch Fertigungszeichnungen für vorgefertigte Treppen und Hohlplattendecken (einschließlich teilweise vorgespannte Decken) von Firma Dennert entwickelt. Das Projekt wurde mit der Software von Autodesk® realisiert: ROBOT ™ Structural Analysis Professional®, AutoCAD, Advance Concrete, Specbud® und einer speziellen Software zum Entwerfen und Erstellen technischer Zeichnungen von Dennert.

    Gründung:

    Die einzelnen Gebäudeteile wurden auf einer 40 cm dicken Stahlbetongründungsplatte mit Frostschürze in den äußeren Kantenlinien der Platte und teilweise auf Streifenfundamente gegründet. Unter dem Stützen der entworfenen Gebäudebrücke wurden Einzelfundamente vorgesehen, das heisst, vorgefertigten Säulen wurden in die vorgefertigte Köcherfundamente eingebettet. Das gesamte Fundament wurde auf eine 10 cm dicke Sauberkeitsschicht aus Magerbeton C8/10 gelegt. Fundamente aus Beton der Klasse C30/37 und Stahl B500SP Typ A-IIIN.

    Wände:

    Das Haupttragwerk des Neubaus besteht aus einem System vorgefertigter Innen- und Außenwände mit einer Dicke von 17,5 cm sowie einem Rahmensystem in Form vorgefertigter Säulen und Balken mit Feuerwiderstand REI120. Vorgefertigte Wände aus Leichtbeton der Klasse LC 16/18 und mit A-IIIN- Betonstahlmatten (B500SP) bewehrt. Wände von PRAEFA hergestellt.

    Decken:

    Die Verwendung von vorgefertigten Dennert-Hohlplatten mit integrierter Deckenheizung ist vorgesehen. DX-Decken in der Stärke 20cm und erhöhte Feuerwiderstandsklasse bis REI90. Die Abdachung wurde als vorgefertigte Vollplatten ausgeführt, die durch Schöck Isokorb tragende Wärmedämmelemente auf der Außenwände aufgelegt wurden. Alle Deckenplatten aus Beton C50/60 und Betonstahl A-IIIN-Stahl(B500SP).

    Balken:

    Vorgesehen wurde Träger verschiedener Bauart, das heißt vorgefertigte Balken, monolithische Balken und teilweise halbfertige Balken. Stahlbetonbalken, meist mit einer Breite von 21 und 35 cm, als Überzüge, Unterzüge und deckengleiche Balken, aus Beton der Klasse C30/37 und Betonstahl Klasse A-IIIN (B500SP).

    Ringbalken:

    Umlaufende Ringbalken wurde an allen Außen- und Innenwänden als 2Ø16 Stäben ausgeführt. Die Form der Ringanker wurde an die Deckenauflager und vorgefertigten tragenden Wänden angepasst. Vorgefertigte Wände wurden zusätzlich mit S-Haken Ø8 in den Bereichen der U-Bügel aus der Seitenkante der Dennert-Decken verbunden.

    Innentreppe:

    Vorgefertigte Dennert-Stahlbetontreppen wurden entworfen. Gerade Treppen mit einem Zwischenpodest, die auf einer speziell geformten Konsole in der Decke aufgelegt wurden.

    Dachkonstruktion:

    Die Dachkonstruktion variiert. Über dem zentralen Teil des entworfenen Gebäudes und teilweise über der Kapelle wurden vorgefertigte 20 cm dicke Dennert-Hohlplatten verwendet, wobei ein Großteil der Decke über der Kapelle aufgrund großer Spannweiten mit vorgespannten Spannbetonplatten bedeckt wurde. Der verbleibende Teil des Daches ist ein Kehlbalkendach mit einem Neigungswinkel von 25°. Das Dachtragwerk aus Bauholz C24 wurde auf vorgefertigten Kniestockwänden mit monolithischen Kniestockstützen aufgelegt, an denen die Fußpfette befestigt wurde. Die Sparren und Kehlbalken als Doppelzange wurden mit einem Abstand von ca. 1,0 m eingesetzt. Die Bewehrung der Kniestockstütze wurde im Bereich der Auskratzung in der DX-Decken verankert.

    Aufzugsschachtkonstruktion:

    Die Aufzugsschachtkonstruktion besteht aus 25 cm dicken vorgefertigten Wänden, die wie die Außenwände aus Leichtbeton LC 16/18 bestehen und mit A-IIIN- Betonstahlmatten (B500SP) bewehren sind. Die Aufzugsgrube und der Aufzugskopf bestehen aus 20 bzw. 30 cm dicken monolithischen Stahlbetonplatten aus Beton der Klasse C30/37 mit A-IIIN-Stahl (B500SP) bewehrt.

    Bewegungsfugen:

    Zwischen den einzelnen Teilen des bestehenden und des geplanten Gebäudes ist eine 30 mm breite Dehnungsfuge vorgesehen. Befinden sich Balken an den Dehnungsfugen, wurde die Dehnungsfuge auf Basis der Konsolen gebildet. Die monolithischen Stahlbetonträger wurden mit 10-12 mm dicken Elastomer-Unterlagen auf Konsolen aufgelegt.

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